Hast du dich schon einmal gefragt, warum du in bestimmten Momenten völlig blockiert bist, obwohl du theoretisch genau weißt, was zu tun ist? Warum dein Körper plötzlich mit Anspannung reagiert, der Fokus verschwindet und an eine intuitive Synchronisation mit deinem Pferd nicht mehr zu denken ist?

Oft suchen wir die Lösung im rein Technischen. Wir trainieren noch härter oder versuchen, das mulmige Gefühl einfach wegzudiskutieren. Doch was ich in meiner Arbeit als Mentalcoach immer wieder feststelle: Der Körper vergisst nicht.

Wenn wir das Wort „Trauma“ hören, denken wir meist an etwas Physisches, wie einen schweren Sturz oder eine Verletzung. Doch Traumata können auch mental und emotional sein. Besonders sogenannte „Beziehungstraumata“ hinterlassen tiefe Spuren in unserem Nervensystem.

Solche prägenden Erlebnisse beschränken sich keineswegs nur auf den Reitsport. Sie betreffen Sportler aller Disziplinen und zeigen sich genauso im Job- und Business-Kontext. Denk an die ansonsten absolut souveräne Führungskraft, die bei einer wichtigen Präsentation plötzlich den Faden verliert und innerlich erstarrt.

Unser Nervensystem sucht nämlich nicht nach „logischen“ Ähnlichkeiten in den äußeren Umständen.

Elternhaus, Schule, Konferenzraum und Reitplatz sind für den Verstand zwar völlig unterschiedliche Kontexte. Für unser Nervensystem zählt jedoch nur die emotionale Parallele: zum Beispiel die tiefe Angst vor dem Verlust von Anerkennung und Zugehörigkeit.

Wenn es hier eine Bedrohung wittert, schlägt es sofort Alarm.

Die unsichtbaren Narben der Beziehungstraumata

Vielleicht kennst du genau diese Szenen: Der Trainer, der nach deinem Fehler wortlos den Kopf schüttelt und dir den Rücken zudreht. Der Reitlehrer, der genervt ruft: „Jetzt reite doch einfach!“ und dich vor anderen bloßstellt mit den Worten „So wird das nichts!“. Oder Richter, die vernichtende Kommentare ins Protokoll schreiben.

Häufig sind es aber nicht einmal solche markanten, einmaligen Ereignisse, sondern das schleichende „Klima“, in dem wir uns befunden haben. Manchmal sind es die Eltern, die sagten, man hätte nicht das Talent der anderen und müsse einfach härter arbeiten. Oft reicht bereits das Aufwachsen in einer Familie, in der Liebe an Leistung geknüpft war oder in der die Stimmung der Eltern so unberechenbar war, dass man als Kind permanent die Antennen ausfahren musste, um bloß keinen Fehler zu machen.

Wir verbuchen das im Nachhinein kopfgesteuert oft als „normalen Druck“ oder „harte Schule“. Aber für unser Nervensystem waren diese Situationen etwas ganz anderes: ein Schock- bzw. Bindungs- und Entwicklungstrauma. Eine massive Überforderung – plötzlich, unvorhersehbar und zutiefst entwürdigend.

Was viele unterschätzen: Das ist keineswegs nur ein Thema für Turnierreiter. Für ambitionierte Freizeitreiter ist es ganz genauso zentral. Unsere Pferde haben feine Antennen und merken sofort, wie wir innerlich drauf sind. Wenn wir im Außen sind, gestresst im Kopf und blockiert im Körper, übertragen sich diese Schwingungen direkt. Wir werden körperlich unflexibel und reagieren in entscheidenden Momenten viel zu langsam. Im Sattel ist das am Ende immer auch eine ganz konkrete Sicherheitsfrage.

Unser Kopf mag sagen: „Schwamm drüber.“ Aber der Körper tut das nicht.

Er speichert den gesamten Kontext und die empfundene Scham ab. Und er schlägt sofort wieder Alarm, sobald eine neue Situation auch nur entfernt an diese alte Angst vor Ablehnung erinnert.

Das Beispiel von Tatjana: Wenn die Vergangenheit mitreiten will

Ein sehr eindrückliches Beispiel dafür ist Tatjana, eine hocherfolgreiche Springreiterin. Sie steckte auf Turnieren an einer unsichtbaren gläsernen Decke fest. Sie litt unter extremem Leistungsdruck, reagierte mit starker Anspannung und verlor den Zugang zu ihrem Gefühl. Jeder Fehler ärgerte sie maßlos.

Mithilfe einer speziellen Technik aus der Sporthypnose haben wir einen tiefen Blick unter die Oberfläche geworfen und die wahre Ursache für ihre Blockade ans Licht gebracht. Dabei tauchte eine lebhafte, tief vergrabene Erinnerung auf: Tatjana befand sich Jahre zuvor auf dem Abreiteplatz, verschätzte sich an einem Sprung und landete mit dem Pferd im Hindernis. Körperlich war überhaupt nichts passiert. Doch ihr Vater, der am Rand stand, rief laut vor allen anderen Reitern: „Ich habe dir gleich gesagt, das wird so nichts!!“ Auch andere umstehende Personen mischten sich sofort besserwisserisch ein.

Die brennende Scham und das Gefühl der öffentlichen Bloßstellung hatten sich tief in Tatjanas Nervensystem eingebrannt. Ihre ständige Anspannung auf dem Turnier war keine einfache Fehlerangst. Ihr Körper schlug Alarm, um sie vor dieser unerträglichen Scham zu schützen. Er wollte um jeden Preis verhindern, dass sie jemals wieder so etwas durchmachen muss. Sobald wir dieses emotionale Thema mit gezielten Methoden aufgelöst hatten, kehrte ihr Fokus zurück. Die Blockade verschwand, und sie konnte mit neuer Souveränität wieder an ihre Erfolge anknüpfen und zeitnah eine Klasse höher starten.

Der Weg zurück in den Flow

Wenn der Körper die Erinnerung speichert, reicht es nicht, nur auf der bewussten Ebene darüber zu reden. Wahre Souveränität und ein echter Flow lassen sich nicht über den Verstand erzwingen. Es braucht einen ansatz, der das Nervensystem direkt mit einbezieht.

Ich arbeite deshalb ganz gezielt mit embodimentorientierten Techniken, unter anderem mit Sporthypnose, Techniken aus der Traumatherapie und einer speziellen Variante einer bewährten Klopftechnik. Diese Werkzeuge ermöglichen es uns, die emotionale Ladung alter Erlebnisse nachhaltig zu neutralisieren, den Stresspegel im System zu senken und blockierende Erinnerungen aufzulösen.

Das Schöne an dieser tiefen, fokussierten Arbeit ist: Da wir direkt an der emotionalen Wurzel ansetzen, lässt sich so eine Blockade häufig schon in wenigen, manchmal sogar in nur ein bis zwei Sessions sehr wirksam bearbeiten.

Es braucht keine jahrelangen Prozesse, um das Nervensystem wieder auf Balance einzustellen.

Die Botschaft ist klar: Du solltest dich nicht mit den „alten“ Themen, dem Stress und dem ständigen Gedankenkarussell abfinden. Es beeinträchtigt nicht nur deine Leistung und deine Sicherheit im Sattel oder auch sonst im Sport, im Job, sondern raubt dir auch ein großes Stück Lebensqualität – und das ist so schade, denn wir haben alle nur dieses eine Leben.

Es ist an der Zeit, die alten Selbstwert- und Performance-Räuber zu verabschieden und den Fokus wieder auf das zu lenken, was dir Freude bringt. Wenn du bereit bist, die unsichtbaren Fesseln zu lösen und echte Souveränität zu leben, habe ich zwei Wege für dich vorbereitet:

Weg 1: Videotraining mit Analyse Fragebogen

Mein Tipp an dich: wenn du merkst, da gibt es etwas, was deinen Fokus ins außen bringt, du an dir zweifelst, gestresst bist, insbesondere was das Thema „was denken die anderen“ betrifft, dann schaue dir gerne mein ausführliches Videotraining, ca 60 min. dazu an:

Hier der Link: https://dunja-lang-mentalcoaching.de/autowebinar-reiten-souveraen-ever-web/

Dort inklusive ist auch ein Fragebogen (PDF)  bzw. eine Audio-Hypnose , mit dem du ganz gezielt deine „Selbstwert- und Performance-Räuber“ ermitteln und die nächsten Schritte definieren kannst.

Weg 2: Dein persönliches Gespräch mit mir

Oder du machst es dir ganz einfach: Beantworte mir vorab ein paar kurze Fragen und wir führen ein kostenfreies, 20- bis 30-minütiges persönliches Gespräch.

Gemeinsam besprechen wir deine aktuellen Herausforderungen sowie Ziele und ich erstelle dir einen klaren Plan für deine nächsten Schritte. Dieses Angebot gilt für dich – egal, ob du als Turnierreiter, ambitionierte Freizeitreiterin, in einer anderen Sportart oder im Job endlich weiterkommen willst.

[Hier dein Gespräch vereinbaren: https://dunja-lang-mentalcoaching.de/strategie-reiter]

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