Hast du dich schon mal gefragt, warum dein Pferd an manchen Tagen einfach nicht an den Hilfen steht? Warum es glotzig, spannig oder unkonzentriert ist?

Die Antwort liegt oft gar nicht beim Pferd, sondern bei uns selbst – genauer gesagt in unserem mentalen Zustand, mit dem wir in den Sattel steigen.

Als Mentalcoach für Reiterinnen arbeite ich viel mit Fokussierungstechniken und Sporthypnose. Dabei begegnet mir ein toxisches Muster immer wieder, das viele ReiterInnen unbewusst sabotiert: Der „Macher-Modus“.

Oder wie ich es auch nennen könnte: Operative Hektik erzeugt mangelnden Fokus & geistige Windstille!

Das Turnier als Brennglas: Wenn der Fokus verloren geht

Besonders gut lässt sich dieses Phänomen auf Turnieren beobachten. Neulich begleitete ich wieder einige Kundinnen auf einem Turnier. Während die einen hochgradig fokussiert auf ihre Performance und ihren optimalen inneren Zustand waren und fantastisch ablieferten, steckte eine andere Reiterin tief im „Macher-Modus“ fest.

Inmitten von Menschen, Trubel, Kind und Kegel zeigten sich bei ihr ganz klar drei mentale Muster, die nicht nur auf dem Turnier, sondern auch im heimischen Training die Performance ruinieren:

  • Muster 1: Viel Kommunikation, voller Fokus nach außen.

Statt bei sich und dem Pferd zu sein, kreist der Kopf um Dinge, die in diesem Moment völlig irrelevant sind: „Wer reitet noch ab? Was steht genau im letzten Protokoll? Wer guckt mir gerade zu?“ Die Aufmerksamkeit verpufft im Außen.

  • Muster 2: Emotional getrieben statt reflektiert im Lernmodus.

Der Fokus hängt komplett in der Vergangenheit fest. Man ärgert sich über alte Fehler, telefoniert emotional aufgewühlt mit dem Trainer oder checkt schnell noch auf WhatsApp, was die Freundinnen zum Ritt sagen. Man ist gestresst, statt eine kurze, mentale Abhakroutine zu nutzen und sich zu fragen: Was genau nehme ich jetzt Positives für die nächste Einheit mit?

  • Muster 3: Operative Hektik statt echtem Fühlen.

Inmitten der Hektik werden dann noch „kurz“ die Lektionen im Kopf durchgerattert. Anstatt sich mit vollem Fokus, klarem Kopf und innerem 3D-Erleben nach innen zu orientieren. Es fehlt das Bewusstsein, das Gefühl zum Pferd zu aktivieren und hinzuspüren, was genau dieses Pferd in genau diesem Moment eigentlich braucht. Es wird schlichtweg vergessen, Grenzen zu ziehen und dem Umfeld zu sagen: „Ich brauche jetzt Ruhe, ich muss mich fokussieren!“

Es wird also alles Mögliche gemacht und getan – aber eben nicht das Richtige.

Die Folgen: Verzettelung und teure Fehler

Das Resultat dieser operativen Hektik spüren wir sofort im Sattel. Die besagte Reiterin brachte es nach ihrem Ritt treffend auf den Punkt:

„Irgendwie hat die Synchronisation und das Gefühl gefehlt, das waren einige teure Fehler, ich weiß auch nicht warum.“

Ganz ehrlich: Der Reitsport kostet uns so viel Zeit, Geld und Aufwand. Warum verschenken wir dann unsere Performance und das feine Gefühl zum Pferd, weil wir es allen recht machen wollen und uns die 5 bis 10 Minuten mentale Vorbereitung vor dem Aufsteigen nicht leisten?

Warum dieses Muster auch deinen Alltag im Stall sabotiert

Vielleicht denkst du dir jetzt: „Ich reite gar keine Turniere, das betrifft mich nicht.“ Falsch gedacht! Dieses Muster schlägt in unserem modernen Alltag gnadenlos zu.

Wie oft kommst du im operativen Macher-Modus vom Schreibtisch und fährst mit exakt denselben Mustern von „operativer Hektik“ in den Stall? Du kommst dort vielleicht körperlich an, aber dein Kopf hängt noch in To-do-Listen, E-Mails oder familiären Verpflichtungen.

Wenn du so aufs Pferd steigst, fehlt die Verbindung. Die Ruhe. Der Fokus. Und dann wunderst du dich, warum es mit dem Pferd nicht so harmonisch läuft. Dein Pferd spiegelt in diesem Moment nur dich und deine eigene Unfokussiertheit. Genau wie die Reiterin, die vor dem Aufsitzen noch schnell ihr Handy checkt.

Hol dir deinen Fokus zurück

Stress ist weit mehr als nur Nervosität vor einer Prüfung. Stress ist auch, wenn diese dysfunktionalen, hektischen Muster ganz automatisiert anspringen und wir nichts dagegen unternehmen.

Die gute Nachricht: Du kannst lernen, diese Muster zu durchbrechen. Es reicht oft schon ein kurzer mentaler Reset, um die operative Hektik abzulegen und in einen Zustand der geistigen Klarheit zu kommen.

Mit 5 bis 10 Minuten Entstressung und Fokussierung vor dem Aufsteigen tust du dir und deinem Pferd wirklich etwas Gutes. Ihr werdet den Unterschied in eurer Verbindung und Synchronisation sofort spüren!

Möchtest du lernen, wie du den „Macher-Modus“ ausschaltest?

Hier findest du meine Audio-Trainings (inklusive spannendem Background-Wissen aus der Sporthypnose), die dir helfen, deinen Fokus auf Knopfdruck abzurufen:

Nimm dir die Zeit für deinen mentalen Fokus – dein Pferd wird es dir danken!

WICHTIGER SICHERHEITSHINWEIS: Diese Audio-Trancen wirken stark fokussierend und adressieren auch das Unbewusste. Höre sie bitte auf gar keinen Fall beim Autofahren, beim Reiten, beim Bedienen von Maschinen oder bei anderen Tätigkeiten, die deine volle Aufmerksamkeit erfordern.

Ich freue mich über deine Fragen und deine Erfahrungen!

Deine Dunja

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